VORURTEILE!



Was gibt es nicht alles für Vorbehalte gegenüber der schwulen Fetischszene?

Wir wären alle sexsüchtig oder kümmerten uns nur um den nächsten F…!

Ja, Mann kennt diese Vorbehalte zu genüge, daher möchten wir als Insider mal ein wenig Klarheiten schaffen. Deshalb werde ich hier fortlaufend über gängige Klischees und Vorurteile aufklären. Seid gespannt…

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Aus dem Inhalt:
Die wollen doch nur provozieren!
Fetisch und CSD passt das zusammen?

Von schmerzgeilen Masos und schwulen Nazis
Klischees sind toll! Wenn sie zerplatzen!

Die geilste „Krankheit“ der Welt
Eine persönliche Geschichte eines SMlers

Sex im Verein?
Oder, warum gibt es Fetischclubs?

Fetisch mit Gucci-Aspekt
So sieht uns die schwule Presse

We are one Family
Jeder gehört dazu!


Und vieles mehr…

VORURTEIL 1:

Ihr seid ein unorganisierter Haufen!

Die schwule Fetischszene ist alles andere, nur nicht unorganisiert. Es gibt in fast jeder größeren Stadt eingetragende schwule Fetischvereine. Die meisten dieser Clubs sind im deutschsprachigen Raum in der Leather Fetish Community organisiert und weltweit im ECMC. Ein interessanter Artikel über Lederclubs findet sich bei Wikipedia.

VORURTEIL 2:
Ihr habt krankhafte Gewaltfantasien!

Gewalt? Es gibt wohl keine fantasievollere sexuelle Spielart, die mehr Vertrauen und Respekt erfordert als SM. Nichts geschieht gegen den Willen des Anderen. SMler können Schmerzen in Lust umwandeln und spüren diese nicht als solche, sondern haben dadurch ihre Erfüllung. Das ganze ist körperlich nicht zu erklären, alles geschieht im Kopf. Dieses Vermögen ist in uns drin – ob sie nun krankhaft ist oder nicht, es ist in jeden Fall super geil. In nicht sexueller Stimmung werden aber Schmerzen sehr wohl wahrgenommen, so manch ein ausgeprägter Maso ist auf den Zahnarztstuhl alles andere als “schmerzgeil”.

Der Kodex in der Szene lautet: Sane and Safe! (vernüftig und sicher). Es gilt als selbstverständlich, dass dieser eingehalten wird. Äußerst selten kommt es zu Verletzungen des Kodex,  der Verursacher ist dann aber erst einmal als Realsadist abgestempelt und kriegt so schnell kein Bein mehr auf den Fetischboden. Es ist ein Spiel um Macht und Unterwerfung und zeitlich begrenzt. Wer solche Fantasien nicht hat, sollte davon auch die Finger lassen. Wir werben nicht darum, dass unsere Sexualität geteilt, sondern das sie akzeptiert wird.

VORURTEIL 3:
Schwule in Bomberjacken und Springerstiefel sind rechtsradikal!

Skinwear, so der Szenebegriff für diese Art der Kleidung ist einfach nur absolut mänlich und üben eine spezielle Faszination aus und haben nichts mit politischer Einstellung zu tun. Auch ich stehe auf diese Klamotten, sehe mich aber eher als Pazifist und links-sozial-orientiert. Für viele Gay-Skins hat auch die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Szene einen sehr hohen Stellenwert und kommen daher der urspünglichen Skinbewegung viel näher, als die Neonazi-Szene. Eine tolle Internetseite zu diesem Thema. “DU SOLLST SKINS NICHT MIT NAZIS VERWECHSELN!”
Noch etwas zum Rechtsradikalismus unter schwulen Fetischkerlen. Es kann nicht abgestritten werden, dass es dies im Einzelfall auch gibt. Die meisten Vereine haben aber in ihrer Satzung stehen, dass ein offensichtliches rechtsradikales Verhalten zum sofortigen Ausschluß führt. Wir haben nicht vergessen, was Schwulen unter der Naziherrschaft zu erleiden hatten. Meiner persönlichen Meinung nach, verbittet sich als schwuler Mann rechtsradikales Gedankengut und gottlob sehen das die meisten auch so.

VORURTEIL 4:
Ihr seid ja alle gefühlskalt und nicht fähig zu lieben!

Ja, das musste ich mir tatsächlich schon anhören, und das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wie kann man vom äußeren Schein auf die inneren Werte schließen? Wie oberflächig muss man sein? Aber ich kann alle beruhigen. In uns schlägt ein Herz und das am rechten Fleck.

Die meisten „harten“ Kerle tun keiner Fliege etwas zu leide und haben eher nah am Wasser gebaut. Es wird sogar gesagt, jemand, der in unserer Szene wahre Gefühle zulässt, zeigt wahre Stärke. Im übrigen engagieren sich viele von uns gemeinnützig in Aidsorganisationen oder andere sozialen Einrichtungen. Vereine haben meistens einen extra Sozialfond für in Not geratene Mitglieder. Klar, während speziellen Treffen ist Gefühlsdusselei fehl am Platz, das steht auch im anderen Kontext. Aber privat sind wir alle einfach nur nette, schwule Kerle verpackt in harter Schale, oder wie ich immer sage: Schafe im Wolfspelz!

…more to come….

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